Univ.-Prof. Dr. med. Roman Rolke, Palliativmediziner an der Uniklinik der RTWH Aachen, eröffnete mit uns die „Before I Die“ – Wand. Ein Ort, mitten im Alltag, der dir einen Ort für Reflexion und Gespräch schafft. Ein Ort, an dem du nachdenken, verweilen oder dich austauschen kannst.
Wie möchtest du Leben? Mutig? Im Kontakt mit Freunden? Mit genug Freizeit? Glücklich?
Prof. Rolke hat uns 5 Dinge mitgeteilt, die Sterbende am meisten bereuen und sie wurden umformuliert in 5 Wünsche für ein gutes Leben:
Ich wünsche dir den Mut, dein eigenes Leben zu leben
Ich wünsche dir, dass du nicht zu viel arbeitest
Ich wünsche dir den Mut, Gefühle auszudrücken
Ich wünsche dir, den Kontakt zu Freunden aufrecht zu erhalten
Ich wünsche dir, dass du es dir erlaubst, so glücklich wie möglich zu sein!
Für weitere Informationen zur „Before I Die“ Wand und für diejenigen, die teilhaben möchten, befindet sich die Installation im Foyer des Clusters Produktionstechnik am Campus Boulevard 30, zwischen dem Restaurant BOULEVARD 30 und dem Show-Room der Next.e.GO Mobile SE. Das Foyer ist offen für Besucher:innen von Montag bis Samstag zwischen 8 und 22 Uhr. Für Fragen stehen Alexander Peters und Dr. Floriane Sobetzko vom QuellPunkt als Ansprechpartner:innen zur Verfügung.
Seit seiner Gründung im Jahr 2011 durch die Künstlerin Candy Chang ist das „Before I Die“ Projekt zu einem weltweiten Symbol der Hoffnung und Verbundenheit geworden. Chang, motiviert durch den Verlust eines nahestehenden Menschen, etablierte die erste Wand in New Orleans als Ort, an dem Menschen ihre tiefsten Wünsche und Träume teilen können. Dieser einfache, aber kraftvolle Akt des Teilens hat tausende ähnliche Wände in über 70 Ländern inspiriert, und bis heute entstehen weltweit neue. Während viele Einträge universelle Hoffnungen und Träume widerspiegeln, die die menschliche Erfahrung verbinden, spiegeln neuere Beiträge auch die sich verändernden Realitäten unserer Welt im Dauerkrisenmodus wider, was die dynamische und zeitübergreifende Relevanz des Projekts unterstreicht.
Transformationen stellen uns vor große Herausforderungen. Wie denkt die Gen Z (Jahrgänge 1995-2010) über Themenbereiche wie Klimawandel, gesellschaftlicher Zusammenhalt und Zukunftsperspektiven? Am 13.11.23 fand unter dem Titel „Transformers 2.23“ ein Dialogforum in der Aachener Domsingschule statt. Nach einer Videobotschaft der Bundestagsabgeordneten Ye-One Rhie lieferte der Zukunftsforscher Tristan Horx Analyse und Hintergrundinformationen zu den verschiedenen Generationen und wagten einen optimisten Blick in die Zukunft, trotz oder wegen der großen Herausforderungen und Umbrüche, die vor uns liegen.
Die Teilnehmenden kamen rege in den Dialog über Zukunftsfragen, Ängste, Sorgen und Hoffnungen im Zusammenhang mit den Transformationsprozessen.
Gerahmt wurde das Forum durch den KHG Chor „Hot Springs“.
Anschließend wurden die Gespräch bei einer köstlichen Kürbis-Kokus-Suppe, welche vom Aktionskoch Wam Kat zubereiten worden war, zusammengetragen. Diese gelungene und anregende Veranstaltung wurde gemeinsam vorbereitet und durchgeführt von den Hochschulgemeinden und dem Hochschulzentrum im Bistum Aachen
Wissen Sie, welche Daten von Ihnen erhoben werden und beim maschinellen Lernen eingesetzt werden? Marie Decker (GDI /Responsible Research and Innovation (RRI) Hub, RWTH Aachen) hat das Ziel, dass Jede*r versteht, wie wir mit unseren Daten umgehen können. Sie hat verständlich und eindrucksvoll, faire Bedingungen und einen gerechten Umgang mit Algorithmen und Daten thematisiert, weit gedacht und Fragen aufgeworfen. Probematisiert, wie Manipulation und Produktion der Daten eine Rolle spielen.
Was bedeutet das wiederrum für unsere Gesellschaft? Axel Siegemund (Institut für Katholische Theologie, RWTH Aachen) danken wir für die Ethisch-Theologische Einordnung.
Was sehen wir, wo sind unsere Grenzen und wie können wir Fragen erkennen, zu Themen, die außerhalb unseres Blickfeldes liegen?
Ein wunderbar gelungener Abend mit scharfem Verstand.
Begegnung mit den Heiligtümern – theologische und naturwissenschaftliche Perspektiven
Im Rahmen der diesjährigen Heiligtumsfahrt waren die Professorenschaft und Gremienvertretungen der Aachener Hochschulen zu einem Hochschulabend am 14.6.23 in den Räumen der KHG Aachen vom Aachener Bischof Dr. Helmut Dieser und dem Domkapitel eingeladen. Über 100 Personen nahmen an dieser Veranstaltung teil und konnten zwei spannenden und interessanten Impulsen aus theologischer und naturwissenschaftlicher Perspektive auf die Heiligtumsfahrt folgen. Bischof Dr. Heiner Wilmer (Bistum Hildesheim) bezog sich in seinem Statement ausgehenden von transhumanistischen Ansichten, auf die haptische Windel Jesu als Zeichen einer Kritik einer hegelschen Religionsphilosophie. Er lud dazu ein, für die Fragestellung, was das Menschsein bedeutet, die Aachener Heiligtümer mit ihrem Deutungspotential ins Spiel zu bringen.
Im naturwissenschaftlichen Impuls durch den Rektor der RWTH, Prof. Dr. Ulrich Rüdiger, wurde ausgehenden von den wissenschaftlichen Errungenschaften des benediktischen Mönchs Hermanus Contractus (1013-1054) und seiner astronomischen Zeitmessung (entwickelte ein Astrolabium/ Der Stephen Hawking des Mittelalters) ein Weg der Entwicklung der Physik (z.B. die kopernikanische Wende) und Naturwissenschaft (den Naturgesetzen) aufgezeigt und in Bezug zur Religion und den Glauben gestellt.
Bereichert wurden die inspirierenden Beiträge durch die musikalische Gestaltung des Gitarrenduos Fedorov/Studenikin von der Hochschule für Musik und Tanz Köln, Standort Aachen. Der Austausche und die Gespräche des Abends gipfelten im Besuch des Nachtgebet (Komplet) im Dom und der anschließenden Begegnung mit den Heiligtümern durch den Dompropst Rolf-Peter Cremer. Das QuellPunkt Team hatte die Vorbereitung, Organisation und Moderation für diese Veranstaltung übernommen.
Alexander Peters sagte im Anschluss: „Ich freue mich über die positive Resonanz und intensive Auseinandersetzung und Begegnung und danke der Bischof-Klaus-Hemmerle Stiftung für die finanzielle Unterstützung“
Wiederkehrende Muster, schwungvolle Linien. Wie Musik, die mit dem vorgetragen wird, was die Natur uns gibt. Wie eine Partitur, die mit dem geschrieben wird, was die Hände halten können. Flüchtig wie Gesang, der im Kopf entsteht und mit simplen Werkzeugen orchestriert wird. Flüchtig, weil es nie den Anspruch der Ewigkeit erhebt, weil es für den Moment wichtig ist. Und es hallt nach. Gerade deswegen.
Martin Stockbergs Landart Aktionen werden getragen durch diese besondere rhythmische Ästhetik und tragen den Menschen selbst in Felder und Momente voller Möglichkeiten und Wege. Stets entschleunigend, oft reflektierend. Und immer im Einklang mit der Natur.
Im Frühling 2023 wird der bekannte Landart-Künstler Martin Stockberg auf der Wiese vor dem QuellPunkt ein fußballfeldgroßes Kunstwerk in den Rasen mähen und seine beeindruckendsten Werke der letzten Jahre als Luftbildaufnahmen in den Räumlichkeiten des QuellPunkt ausstellen. Wir laden jetzt schon herzlich ein zur Ausstellungseröffnung am Mittwoch, 24. Mai 2023 ab 19 Uhr in unseren Räumen – mit Gelegenheit zur Begegnung mit dem Künstler und seinem Werk, und als besonderes Special: Mit der Gelegenheit, unter Anleitung von Martin Stockberg selbst ein Stück Landart in den Schotter vor dem Cluster Produktionstechnik zu fegen.
Die Ausstellung im QuellPunkt ist geöffnet vom 24.05. – 07.06.2023 Mo-Do 9-16 Uhr (außer an Feiertagen)